Freitag, 03.01.2020

Für heute war unter anderem geplant, einen neuen Ballen Heu zum Verfüttern bereitzustellen. Persönlich mag ich es sehr, wenn man einen Ballen aus dem Hänger leicht bergab rollen lassen kann, schon allein, weil ich da keine Hilfe brauche, man kann sich die location aber nicht immer aussuchen und zur Zeit ist bergauf rollen angesagt.
Für gestern war das schon geplant gewesen, doch als J. erschien und den Restballen in Augenschein nahm, beschied er, das reiche doch noch einen Tag, verschob die gemeinsame Rollaktion auf heute und brauste davon.

Heute ging ich also füttern, es war ja noch was da, am Nachmittag hatte ich ein geschäftliches Telefonat, daran ist interessant, dass Sprechrythmus und Melodie der Gesprächspartnerin exakt der von M. glichen, danach fuhr J. weg. Kam wieder, es war inzwischen dunkel geworden, machte Suppe und erklärte auf meine Frage, ob er ans Heu denke, ich hätte ihn nochmal fragen sollen. (Really?)

Der Ballen war einer der Fiesesten, die ich in den Fingern hatte: schief gewickelt (der Bauer hat einen neuen Presser und was der bisher so geliefert hat, gefiel mir ja sehr gut, aber naja) und auf einer Seite ordentlich platt gelegen, wir haben also ein paar Meter vor dem eigentlichen Platz das Handtuch geworfen und ihn einfach dort aufgestellt, aber immerhin ist er annähernd da.

Kein Jahresrückblick

Haare sind ungefähr gleich, Geld dito und von hirnrissigen Vorhaben hält mich glücklicherweise meine Psychotante ab. Auch keine guten (guten?) Vorsätze, ich hatte gestern mal kurz angedacht, jeden Tag zu bloggen und tat es dann sofort nicht, insofern sind die Weichen an diesem Punkt schon mal richtig gestellt. Ich möchte besser auf mich achten, meinen Bedürfnissen genauer nachspüren und nachgehen. Wenn es einen Vorsatz geben sollte, dann diesen.

Rückblickend auf 2019 – und auf ein paar Jahre mehr, sie ähneln sich doch alle irgendwie – kann ich weder sagen, das war ein gutes noch ein schlechtes Jahr. Jedenfalls war es kein beschissenes, was man ja auch immer mal hört. Wir sind in einem Alter, wo nicht alles immer nur Sternenhimmel ist.

Es war definitiv besser als 2018. Es war ein gemäßigtes, ruhiges Jahr und es wurden ein paar Grundsteine gelegt und damit kann man ja einfach mal zufrieden sein.

Zwischen den Jahren

Irgendwann war Weihnachten, wie immer keine große Sache hier und es hätte auch gerne so geruhsam bleiben können, aber am 1. Feiertag hatte das alte Mädchen Kolik. Sie musste wohl schon eine Zeitlang gelegen haben, der Kreislauf war völlig runter und sie war unterkühlt. Ich lief mit ihr die Straße runter und sie wollte sich sofort auf den Teer schmeißen, da sind wir dann die untere Wiese hoch und runter gelaufen, hoch und runter, dabei J. angerufen, damit er eine Decke bringt, die Tierärtzin angerufen, in umgekehrter Reihenfolge, bei allem fehlte eine dritte Hand, die die Brille aufsetzt oder das Handy hält und die Nummer sucht oder mit der Gerte das Pferd antitscht, wenn es Anstalten macht, sich hinzulegen.

Die Tierärztin hat ihre Weihnachtsgesellschaft nach Hause geschickt und war grob geschätzt nach einer Dreiviertelstunde da, J. brauchte fast genauso lange, nachdem wir gemeinsam fernmündlich die Decke aufgesammelt hatten; die restliche Zeit suchte er seinen Schlüssel. Am Ende wurde alles gut. Es gab Buscopan und Metacam iv, Kreislaufmittel oral, mehrmals (schwierig trotz völlig fertig), ich stellte sie zum Vorratsheuballen und richtete ein Eckchen mit Spänen, auf die sie sich sofort fallen ließ, kaum dass ich das Zeug hingekippt hatte. Ich saß noch eine Weile rum und bewachte ihren Schlaf – die Herde tat das übrigens auch: plötzlich waren alle in unmittelbarer Nähe, ließen das Fressen sein und standen rum – zumindest sagte ich ihr das, wenn sie alle Viertelstunde wach wurde, aufstand, sich rumdrehte wie ein Hund und wieder auf die andere Seite fallen ließ. In Wirklichkeit machte ich mir heftig Sorgen über ihren Zustand und führte noch ein Gespräch mit der Vet. Kreislauf war aber wohl soweit stabil, das alte Mädchen war nur einfach völlig fertig.

Am Samstag, nur zwei Tage später sind wir umgezogen, weg von der Zivilisation. Früher als erwartet und als mir lieb war, aber sie hatte den Heuballen, der bis Montag hätte reichen können/sollen, völlig zerhackt und komplett auf der ganzen Fläche verteilt. Reingeschifft auch, klar. Einen halben Nachmittag hat sie dafür gebraucht, es ist mir schleierhaft.

Für die kleine (oder nach Bedarf größere) Rast zwischendurch hatte ich den Zaun am Forsthaus hergerichtet, falls es zu anstrengend würde für sie, wo J. uns erwartete, die Alte, den großen Sohn und mich, dann holte ich die Kleinen dorthin und als wir fanden, es sei genug gerastet, gingen wir alle zusammen weiter. Ich gab ihm die Mädels, eine gute Entscheidung, niemand hat jemanden durch die Gegend gezerrt und es blieb alles harmonisch.

Anderes Thema: gestern ging ich den Zaun am Steinbruch ab, mir war nicht aus dem Kopf gegangen, dass J am Vortag erzählt hatte, wie er dort einem Reh sehr nahe gekommen sei, das sich ins Gebüsch duckte, aber nicht absprang. Mit Gartenschere schnippelte ich mich nach oben, im Winter kann man immer gut Brombeeren entsorgen. Auf dem Plateau angekommen waren Pfosten zerbrochen, Litze auf dem Boden, ein Reh sprang auf und hob dadurch die Litze neben mir an. Ich durchtrennte sie mit der Schere und hoffte, damit sei alles gut, war es aber nicht. Nach ein paar Sprüngen hing es fest. Nachdem ich durchs Unterholz zu ihm gekrabbelt war (es blieb zum Glück dort liegen ohne weiter zu zappeln), konnte ich seinen Hinterlauf von der Litze befreien und auch dabei blieb es anstandlos liegen.

Als ich mit einem Sack voll Heustroh erneut auftauchte, sprang es ab und mir bleibt zu hoffen, dass außer einem Schock und Erschöpfung weiter nichts passiert ist. Anschließend die Litze auf dem Plateau komplett aufgewickelt. Mehr Arbeit aber besser für’s Wild. Ist ja deren Wohnzimmer.

Unterwegs

Bevor man in die Ortschaft reinkommt, liegen rundum Wiesen, Äcker, Wald, dahinter ist alles Weinberge. So einen abrupten Wechsel hab ich ja auch noch nicht gesehen, sehr interessant. Da war ich diese Woche. Im Ortskern alteingesessene Weinstuben. Gelegentlich schaue ich ja, wo man sonst noch so wohnen könnte. Da zum Beispiel.

Nach der Veranstaltung (Stichwort „Es gibt Interessanteres als Geld“) beschloss ich trotz Regens das nahe gelegene Städtchen anzusehen. Ich parkte etwas entfernt vom Zentrum, da wo gerade ein Platz frei war. Gegenüber befand sich ein Juwelier. Das war doch eines dieser Provinznester mit einem der wenigen verbliebenen TB-Händler. Eine kurze Googelei ergab: es war genau der. Das ist sozusagen Fügung, da kann ich nun wirklich nichts für.

Zuerst aber ein Spaziergang ins Zentrum. Knuffige kleine Innenstadt mit so gut wie keinem Leerstand, eine Eisbahn, die heftig frequentiert wurde, neben einer Kirche. Diese war wie erwartet sehr schön, zugleich schlicht und pompös. Sowas geht nur in Bayern. Nachdem ich zwei Kerzen angezündet und mich ein paar Schritte entfernt hatte, nahm eine ältere Frau eine Kerze, sie fiel ihr aus der Hand und rollte weg. Als ich sie aufhob und ihr reichte, sagte sie „Danke, Sie sind ein Schatz!“, „Keine Ursache.“, „Gott segne Sie! Ich kann mich doch so schlecht bücken.“. Gott segne Sie hat mich nachhaltig beeindruckt. Das hat ja noch nie jemand zu mir gesagt. (Nur in Bayern.)

Immer noch beschwingt von Gottes Segen betrat ich den Beadstore und erlebte die nächste Premiere, nein, zwei. Ein Herr suchte ein Geschenk für seine Frau und wollte sich die Beads anschauen (Nr 1). Und mir wurden die Neuheiten vor der Nase weggezogen (Nr 2). Egal, da war sowieso nichts für mich dabei gewesen, aber: außer mir interessiert sich noch jemand für die Dinger?! Dann suchte er auch noch zielsicher den einzigen Critter-Ooak aus und mir widerfuhr die nächste Beeindruckung. Ich war versucht, den Mondstein zu kaufen, aber er war schlechter als der, den ich bestellt und zurückgeschickt hatte, es war aber auch der Stein, der mir als erstes ins Auge fiel und mich immer wieder anzog. (Kauf immer das, was Dich anspringt!) Kann man aber einen Stein nochmal kaufen, den man schon mal hatte, aber halt doch nicht mehr, denn auch der ging ja bei der Post verloren? Auf gar keinen Fall! Aus Prinzip nicht. Und, das schreib ich jetzt, um mich back on track zu bringen: zur selben Zeit verschwand die Sendung vom Ernesto, ein Novum bei Hermes, mit dem ich dann zwei Monate rummachte, bis die Rückzahlung kam – immerhin gab’s eine und auch nur weil Hermes – und was alles zu dem Entschluss führte, überhaupt keine Beads mehr zu kaufen. Gar keins. Und am allerwenigsten im Netz. Vor drei Monaten. Ich nahm einen runden Labra, eins ist quasi keins und sie hatten wirklich eine riesige Auswahl. Seitdem geht mir durch den Kopf, was ich alles habe liegen lassen. Sie hatten halt auch Sachen, die es selbst im Netz nicht mehr gibt. Und wann ich wohl wieder in die Gegend kommen könnte?

Letzte Woche

… habe ich ein paar Hobelspäne geholt, in einer sehr spontanen Aktion, nachdem der Boden den Dauerregen nicht mehr aufnehmen konnte. Drei gehen auf die Schnelle ins Auto ohne groß umzuräumen; nur Kanister raus, zwei Allspan rein und den dritten auf die Rückbank. Ich lud selbst ein, ich war nicht sicher, ob das so passen würde, wie ich geplant hatte. Ladungssicherung und so. Beim Runternehmen vom 2 Meter hohen Allspanturm kippte mir ein Ladung Späne ins Dekolleté. Gut, es fliegen immer lose Späne da rum, aber doch nicht so!

Außerdem ein Paar Gummistiefel mitgenommen, nachdem mir zuvor die Suppe von unten in den linken reingelaufen war. Ich probierte alle an, die mir die Verkäuferin hinstellte und sie hatte zu wirklich jedem Modell was zu sagen: „Die fallen größer aus, da werden Sie vielleicht eine Nummer kleiner brauchen“, „Die haben eine harte Sohle, wenn Sie Einlagen rein tun möchten, bedenken Sie die Größe“, „Die hier sind vorne etwas breiter“, „Bei denen haben Sie sehr gutes Profil, bekommen aber den Dreck nicht gut raus“.

Mir war noch nie aufgefallen, dass die so viele verschiedene Gummistiefel haben, ich hätte vermutlich wieder die erstbesten ‚Zwanzich-Euro-reicht-ich-lauf-damit-eh-nur-durch-Matschepampe‘ gekauft und das Ergebnis hatte ich ja. Ein Paar stellte sie mir hin mit den Worten „Und die trägt meine Tochter im Stall“. Was sollte denn das für eine Beschreibung sein? Groß, klein, dick, dünn, und was wollte uns das Profil sagen? Naja, probieren konnte ich ja mal – und wollte diese Gummidinger nie wieder ausziehen. Offlinehandel, my love!

Zurück bei den Pferden ist es dunkel geworden und offenbar hab ich die Kopflampe gar nicht dabei. Egal, Hauptsache die schweren Ballen raus und das in meinen tollen neuen Gummistiefeln, yeah. Die Sägespäne auf die schlimmstvermatschte Stelle geworfen. Eventuell muss ich nachlegen. Kanister ins Auto, Klappe zu, losgefahren, rückwärts, ein fieses Geräusch und als ich mich umdrehe, sieht es so aus, als wollte hinten ein Holzpfosten einsteigen. Wieso ist denn überhaupt die Tür auf? Ach so, weil ich den Ballen da rausgeholt habe, weil es dunkel ist und halt… was nochmal?

Fast hätte ich direkt in die Litze gegriffen, die hatte sich in der Tür festgehängt. Zaun kaputt (was nicht so schlimm ist), aber: Tür ausgehebelt? (oh noo!). Losgerannt, um den Strom auszumachen,  die Pferde verfolgen interessiert, was da los ist, fressen aber ungerührt weiter. Schön, dass die groß sind, früher wären sie sofort an den Zaun gekommen „Haha, du hast ja den Zaun umgelegt, da kann man mit einem großen Schritt drüber, lol“. Die Autotür von Litze befreit und sie dann mal langsam und vorsichtig zugemacht. Und die schließt, als wäre nichts gewesen. Nichts scheint verzogen. Zwanzig Meter Zaun umgelegt, einen Holzpfosten abgeknickt, ein paar Isolatoren abgerissen, die Tür hat nix abgekriegt.

Kurzes Update zum Stand der Dinge

Schon wieder ewig her! Oktober. Was war denn seitdem? Wo fängt man denn wieder an?

Den Verband hab ich immer noch am Finger, zwar in abgespeckter Form, aber damit schreibt es sich auch nicht besser. Immerhin hat es zeitlich gut reingepasst, wenn man so will, im Januar fängt nämlich ein weiteres Praktikum an und, Obacht: Berufsschule. Im Grunde, das fällt mir gerade auf, mache ich die Lehre nochmal, naja, im Zeitraffer und diesmal mit dem Ziel der Übernahme, wenn alles passt, menschlich, fachlich, persönlich, organisatorisch, hoffentlich.

Thema Berufsschule: nachdem wir seit Juli da dran sind (Mail und Anrufe seitens Frau B, ein Vielleicht als Antwort; Nachhaken, Zeit schinden; Nachhaken, sich tot stellen; persönliches Erscheinen meinerseits, unerklärliche Abwesenheit des Lehrkörpers während Sprechzeit, irgendwann waren Herbstferien, erneutes Nachhaken per Mail / Telefon sowie persönliches Auflaufen, „Von uns aus kein Problem, aber das Schulamt muss natürlich auch, also vielleicht“; ich glaube ja, die haben gedacht, irgendwann haben wir uns totgelaufen), kam kürzlich ein profanes Nein. Nach 4 Monaten Rumgeeier, das ist alles meine kostbare Lebenszeit.

Anfrage bei der nächst nächstgelegenen Berufsschule, Antwort nach ganz kurzem: „Ja, geht, kommen Sie nächste Woche vorbei, damit wir uns kennenlernen und alles weitere besprechen können, passt Ihnen Montag?“ Wtf!?

Donnerstag, 24.10.19

Nachbarschaftskaffee bei der ehemaligen Nachbarin: die angenehme kleine Runde wie zuletzt, das scheint sich jetzt beim dritten Mal so eingespielt zu haben. Ein paar neue Kleinigkeiten erfahren, werwiewas in der Straße los ist, diesmal war ich schon einigermaßen auf dem Laufenden, also keine bösen Überraschungen.

Allerdings: die Info, auf meiner Weide am Bach hätten im Sommer andere Pferde gestanden, während wir oben auf’m Berg waren. WHAT? Andere Pferde mit anderen Farben, eins sei gescheckt gewesen. Hm, sag ich, eins bis zwei hatten schwarz-weiße Decken an. Naiin, die waren auch größer, ich kenn doch Deine Pferde!, sagt die Nachbarin, die ausm alten Dorf stammt und der ich absolut zutraue, optische Unterschiede bei Nutzvieh zu erkennen.

Bei den Pferden eine weitere Überraschung, jemand hat aufgewickelte Litze über einen Holzpfosten gehängt. Ist das meine? Und woher? Nach einem Rundumcheck finde ich meine aufgebauten Zäune alle intakt. Hab ich noch irgendwo was stehen? Mir fällt die minikleine Wiese am Waldrand ein und ich bekomme augenblicklich ein schlechtes Gewissen (in solchen Situationen springt einem ja immer gleich das schlechte Gewissen in den Nacken), weil ich da nie auch nur einen Kasten Bier vorbeigebracht habe. Wo wohnt der Typ nochmal und wie hieß der eigentlich? Vielleicht hab ich die Wiese gar nicht mehr und weiß es gar nicht? Dort hingefahren, eine Runde in kompletter Dunkelheit durch Wildschweinsuhlen und Brombeeren gestolpert, der Zaun steht (oder hängt schräg, es liegen halt Äste und Brombeeren drauf). Hmhmhm. Ich nehme mir vor, das mit dem Kasten bald zu machen, aber: Ganz schön schräg!

***

Endlich, endlich nachlassender Muskelkater im Oberarm. Ich konnte mich schon nicht mehr entscheiden, ob Finger oder Arm mehr weh tun. Anlass war, dass mir alle 5 Sekunden eingefallen ist, den Finger auf ärztlichen Rat über Herzhöhe zu halten. Die Technik dabei ist wirklich egal, man bekommt so oder so einen Winkearm.

Mehr Mäuse

DSC_8360Wir sind bei 10 mittlerweile, plus/minus 1. Eher plus. Ich hab ein wenig den Überblick verloren und auch manche gar nicht kennen gelernt, deshalb gibt’s auch weiter keine Fotodokumentation. Nur noch die eine hier. Das ist ungefähr die achte und die war wirklich sehr süß. Es geht jedenfalls langsamer und das ist schon mal beruhigend.

Dann passierte noch eine kleine Verletzung mit dem Bello auf den Rand meines Fingers, wirklich nur den Rand, aber naja, Bello halt. Nach dem ersten kurzen Draufschauen hab ich tatsächlich noch über eine halbe Stunde gebraucht, bis ich mir ein ungefähres Bild machen konnte. Verblüffend, dass ich nicht mal mehr meine eigenen Verletzungen betrachten kann. Ich bin so ein Piezchen geworden. Auch in der Ambulanz nicht, als ein netter junger Arzt daran rumgefummelt hat. Tetanus hab ich jetzt auch wieder. Und schätzungsweise 4 Wochen Verband, weil: leider auch gebrochen.

Freitag, 18.10.19 – Mäusecontent

Die Falle ist gut, fanden wir am Morgen, als direkt wieder eine Maus drin saß. Ich kam auf die Idee, ein Foto zu machen. Wir hatten so eine Ahnung, dass es noch nicht alles gewesen sein könnte und ich wollte Mäuse vergleichen können, um herauszufinden, ob wir möglicherweise immer dieselben rausschmeißen.
Von der ersten gibt’s also kein Bild, außerdem pieselte sie gleich los und J. beeilte sich, sie freizulassen. Das ist Nummer 2: DSC_8352

 

Von Nummer 3 gibt’s auch keins, sie hatte einen angefressenen Schwanz und sah allgemein nicht so gesund aus.

Dafür wieder von Nummer 4:

DSC_8355

 

Der Nachmittag war mäusetechnisch ereignislos, wir haben stundenlang im Vorgarten rumgewühlt, was Bewegung in der Garage mit einbezog.

 

Nummer 5 hab ich gar nicht zu sehen bekommen, die passierte zwischen Füttern-und-Einkaufen-Fahren und war schon frei gelassen, als ich wieder heim kam. Und hier greift natürlich auch eine gewisse Nachlässigkeit, vielleicht auch schlechte Absprache, denn als ich nach Hause kam, sah ich, dass wir die Garage nicht ganz geschlossen hatten. Vorhin fand sich dann Nummer 6:

DSC_8356

Die war außergewöhnlich agil, im Käfig schon und J. sagte, sie habe Bocksprünge gemacht, als er sie freisetzte, schon allein deshalb wohl ein neues Exemplar und kein Heimkehrer.

Donnerstag, 17.10.19 – Garagenmaus und Brennesseldschungel

Ich habe eine Maus im Auto oder vielleicht trifft auch hatte zu, jedenfalls lagerte ich dort ein paar Bananen, die waren mäusetypisch angefressen.
Um die Mäuseinvasion in Angriff zu nehmen, hat J. gestern die Falle in der Garage aufgestellt, heute morgen war sie drin. Er hat sie im Garten rausgelassen, ich befürchte ja, sie läuft ums Haus rum und wir haben sie wieder. Sowas Ähnliches hatten wir ja schon mal, als er die Garagenmaus in einem Karton gefangen hatte und sie mir stolz wie Bolle im Vorgarten zeigte. Die Maus machte einen Satz aus ihrem Gefängnis und flitzte die Garageneinfahrt runter, J. hinterher, beide waren ungefähr gleich schnell, da war sie also gleich wieder da. Bleibt die Automaus, ich glaube ja, es ist ein und dieselbe, J. denkt, es handelt sich um zwei Exemplare.
Dann hab ich heute spontan veranlasst, dass die Einfahrt zum Wiesengrundstück freigeschoben wird. Fantastisch, was so ein Bagger in kurzer Zeit so wegräumt, da hätte ich ewig für gebraucht. Die Wahrheit ist aber, es ist jetzt nur der Zugang da, um an das ganze Geräusel ranzukommen. Der Rest ist Handarbeit. Der Nachbar erschien mit Regenschirm am Zaun und erkundigte sich, was geplant sei.
Die Zufahrt wiederherstellen, damit ich hier mal wieder dran kann.
Ach so, na, wir finden es ja schön, so von oben über die Brennesseln zu schauen.